Puntarelle / Vulkanspargel - Herkunft, Nährstoffe & Rezepte

Die Puntarelle / Vulkanspargel ist ein wunderschönes wildes Gewächs mit vielen Bitterstoffen. Sie ist eine Zichorienart mit dem botanischen Namen „cicoria catalogna cimata“. Wofür ihre wertvollen Bitterstoffe gut sind, woher sie kommt und die dazu passende Rezeptideen, erfährst du hier in diesem Blogbeitrag.

Allgemeines über Puntarelle

Dieses wunderschöne wilde bittere Gewächs ist eine Zichorienart mit dem botanischen Namen „cicoria catalogna cimata“. Sie ist auf unseren Märkten selten zu finden, jedoch wird sie in gut sortierten Gemüseläden angeboten. Puntarelle wird vor allem in Italien verarbeitet, ihr deutscher Name ist Spargelchicorèe oder Vulkanspargel. Die Blätter erinnern an Löwenzahn, haben allerdings nichts damit zu tun. Die Puntarelle liebt die Wärme und wird im Hochsommer in nährstoffreiche Böden gepflanzt und kann bis in den Winter hinein geerntet werden. Aber Achtung die Puntarelle mag keinen extremen Frost! Das bedeutet bei mehr als 7 Grad Minus erfriert sie. Ursprünglich stammt das traditionelle Wintergemüse aus Mitteleuropa. Man nimmt an, dass bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Vulkanspargel auch am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg heimisch gewesen ist. 

Eine Spezialität in Italien

In der Gegend in und um Rom findet man dieses Gemüse auf vielen Speisekarten. Die Herzen werden gerne roh als Salat gegessen und mit einem sämigen Dressing aus den typischen Zutaten wie Olivenöl, Zitronensaft, Essig, gestoßenem Knoblauch, Kapern, Salz und Pfeffer mariniert. Leicht angebraten und gewürzt auf einem Vorspeisen Buffet oder als Beilage eignet sich die Puntarelle wunderbar. Sie passt sehr gut zu einem Hauptgericht wie Pasta, Risotto, gefüllte herzhafte Pfannkuchen oder bunten Gemüsepfannen.

Die Nährstoffe der Puntarelle

Sie hat einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt

  • Vitamin A

  • Kalzium

  • Phosphor

  • Eisen

  • Karotin

Warum sind Bitterstoffe so wichtig für uns?

  • sie unterstützen unsere Organe, wie z. B. die Leber bei ihrer Funktion.

  • sie sind wie der Treibstoff des Verdauungsapparates und regen daher die Verdauung an. Unmittelbar in dem Moment, wenn sie auf der Zunge sind, wird der Magen, die Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenblase stimuliert. Daraufhin werden lebensnotwendige Verdauungssäfte und Verdauungsenzyme produziert, diese Sekrete sind wichtig für die Verwertung und Aufnahme der Nährstoffe.

  • Zu wenig Bitterstoffe kann zu einer mangelnden Verdauung führen, wiederum kann eine schlechte Verdauung zu Krankheiten führen. Giftstoffe können nur dann den Körper schnell verlassen, wenn die Verdauung in einwandfreiem Zustand ist - Gesundheit beginnt mit einer guten Verdauung.

  • Bitterstoffe helfen die Lust auf süßes einzudämmen. Sobald eine Heißhunger auf süßes kommt, können einige Bitterstoffe eingenommen zur Reduzierung des Heißhungers beitragen.

Wir leben in einer geschmacklich sehr konditionierten Gesellschaft in der die Geschmäcker süß und salzig überwiegen. Chicorée, Endiviensalat und Radicchio schmeckten vor einigen Jahren noch deutlich bitterer. Heute erhalten wir im Supermarkt und auf Märkten fast nur noch Gemüse mit weg gezüchteten Bitterstoffen.

Auf allen Erdteilen weiß man wie wichtig Bitterstoffe für unsere Gesundheit sind, und gibt ihnen einen besonderen Platz, da sie wichtige Schutz und Heilstoffe enthalten. Man sollte mehr bittere Pflanzen zu sich nehmen, wie essbare Wurzeln, Blätter und Blüten. Wir haben bittere Lebensmittel wieder bewusst langsam mehr und mehr zu uns genommen, auch wenn es am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig schmeckte.

Was tun wenn kein Gemüse mit Bitterstoffen Zuhause ist?

  • in der Zitronenschale befinden sich viele Bitterstoffe, die abgerieben für die verschiedensten Speisen verwendet werden kann.

  • eingelegte Salzzitronen selber machen, die sind lange haltbar und enthalten jede Menge Bitterstoffe. Sie eignen sich besonders gut für Salate, Müslis, Kuchen, Smoothies …